Diese Arbeit pr sentiert die detaillierte Analyse des wichtigsten Meilensteins der Tok Pisin-Literatur, des Buk Baibel. Tok Pisin, eine Pidgin- beziehungsweise Kreolsprache Papua-Neuguineas, hat durch jene Bibel bersetzung eine signifikante Statuserh hung erfahren. Aber wie wird diese Option genutzt? Wird das Buk Baibel den selbstauferlegten hohen Anspr chen bez glich Funktionalit t und Standardisierung der verwendeten Sprachvariet t gerecht? Wie konsequent und zielgruppenrelevant wurde bei der bertragung der ideologisch und kulturspezifisch gepr gten Quellen vorgegangen? Ein Einblick in die kirchliche Praxis und die Netzwerke vor Ort verdeutlicht die Haltung der sozial stratifizierten Sprechergruppen zu ihrem Tok Pisin. Doch der Fortbestand ist gef hrdet - omnipr sente Anglisierungsprozesse bestimmen die postkoloniale Identit tssuche. Dabei fungieren Missionare und Bibel bersetzer als Br ckenbauer zwischen diametralen Welten. Das enthaltene W rterbuch auf Basis des verwendeten Textkorpus erleichtert den Zugang zum Faszinosum Tok Pisin.