Jede Sprache verf gt ber zentrale Vokabeln, deren Bedeutungs- undAnwendungsbereiche offensichtlich jedermann klar erscheinen. InWirklichkeit ist eine derartige Klarheit nur m glich, da dieseBegriffe ber die Zeit hinweg einem Automatismus in Semantik undGebrauch zum Opfer fielen, der sich jeder kritischen Pr fung wieDefinierbarkeit entzieht - so ist dies auch im Deutschen.1Es wird die Aufgabe dieser Arbeit sein, die Begriffe Gespr ch, Dialogund Konversation aus diesem semantischen Sumpf zu befreien und sieeiner l ngst f lligen, differenzierenden Analyse zu unterziehen.An deren Ende werden insbesondere drei grundlegende Fragen gekl rtsein: (i) Anhand welcher greifbaren Kriterien k nnen Gespr ch, Dialogund Konversation definiert werden?(ii) Ist eine Systematisierung der Begriffe mittels dieserm glich?(iii) Welchen Nutzen hat die entworfene Systematik f r die Praxisund welche Schl sse l sst sie ber die Kommunikation beiCastiglione und Guazzo zu?Kapitel 2 formuliert zun chst anhand von Beispielen aus Wissenschaft und Alltag einen Ist-Zustand, der deutlich macht, in welchem diffus-semantischen Spannungsfeld sich die Worte Gespr ch, Dialog und Konversation aktuell befinden.In Kapitel 3 werden anschlie end die bedeutendsten Richtungen derGespr chsforschung mit ihren unterschiedlichen Ans tzen, Zielen und Wurzeln dargestellt.Nachdem Kapitel 2 und 3 die n tigen Hintergrundinformationenbereitgestellt haben, r cken im nachfolgenden Kapitel 4 die Fragen(i) und (ii)in den Fokus.Es wird der Versuch unternommen - unter Ber cksichtigungverschiedener linguistischer Ans tze -, handfeste Kriterien zuformulieren, mittels derer zwischenmenschliche Kommunikation entweder als Gespr ch, Dialog oder Konversation kategorisierbar sein soll.Die Antwort auf die dritte Frage, h lt Kapitel 5 bereit. Einerseitswird die Praktikabilit t der zuvor erarbeiteten Klassifizierung zurDiskussion gestellt, indem versucht wird, diese auf zweifr hneuze