Furst Johann Adam Andreas von Liechtenstein (1657-1712) zahlt zu den pragenden Personlichkeiten an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert. Ausgestattet mit besonderen okonomischen Fahigkeiten und begunstigt vom Wirtschaftsaufschwung der Zeit, vermehrte Johann Adam Andreas seine Einkunfte und galt schon bald als einer reichsten Fursten seiner Zeit. In kluger Abgrenzung vom Wiener Hof sah Johann Adam Andreas seine Hauptaufgabe in der steten Vermehrung des Grundbesitzes. Als Bauherr der liechtensteinischen Palais in der Bankgasse und in der Rossau wetteiferte Johann Adam Andreas mit seinem Freund, dem Prinzen Eugen von Savoyen-Carignan. Bleibende Bedeutung erlangte Furst Johann Adam Andreas durch den Erwerb der reichsfreien Herrschaften Schellenberg und Vaduz. Er schuf damit die Grundlage fur das heutige souverane Furstentum Liechtenstein.