Klopstock-F rderpreis f r neue Literatur von 2018 Alex will Ethnologin werden, doch das Orchideenfach, in dem am Bedarf vorbei Massen ausgebildet werden, erweist sich als Sackgasse. Dabei hat sie fr h gelernt, sich durchzuschlagen. Ein Abrisshaus ist preiswerte Bleibe, Ausgrabungen finanzieren ihr Studium und ihre Forschungen in Sibirien. M nner trudeln durch ihr Leben, bis sie sich f r ihr Kind entscheidet. Da hangelt sie sich schon von Projekt zu Projekt, w hrend Antr ge zum Lottospiel verkommen. Sie wird von Stipendien und Drittmitteln finanziert, lebt von Sozialleistungen. Eine unbefristete Stelle ist unerreichbar, und wenn sie ihrer Tochter ein halbwegs normales Leben bieten will, muss sie zur Sozialbetr gerin werden. Anna Sperk erz hlt als Insiderin von der erschreckenden Situation junger Wissenschaftler heute. In einem Kaleidoskop von Einzelf llen zeigt sie die Auswirkungen deutscher Wissenschaftspolitik, die Sehnsucht nach einem erf llten, selbstbestimmten Leben und die Begrenztheit dieses freiheitlichen Lebensdrangs.