In einem Kreise von M nnern, denen es als ausgemacht gilt, da die wesentlichsten R tsel des Traumes durch die Bem hung des Verfassers gel st worden sind, erwachte eines Tages die Neugierde, sich um jene Tr ume zu k mmern, die berhaupt niemals getr umt worden, die von Dichtern geschaffen und erfundenen Personen im Zusammenhange einer Erz hlung beigelegt werden. Der Vorschlag, diese Gattung von Tr umen einer Untersuchung zu unterziehen, mochte m ig und befremdend erscheinen; von einer Seite her konnte man ihn als berechtigt hinstellen. Es wird ja keineswegs allgemein geglaubt, da der Traum etwas Sinnvolles und Deutbares ist. Die Wissenschaft und die Mehrzahl der Gebildeten l cheln, wenn man ihnen die Aufgabe einer Traumdeutung stellt; nur das am Aberglauben h ngende Volk, das hierin die berzeugungen des Altertums fortsetzt, will von der Deutbarkeit der Tr ume nicht ablassen, und der Verfasser der Traumdeutung hat es gewagt, gegen den Einspruch der gestrengen Wissenschaft Partei f r die Alten und f r den Aberglauben zu nehmen. Er ist allerdings weit davon entfernt, im Traume eine Ank ndigung der Zukunft anzuerkennen, nach deren Enth llung der Mensch seit jeher mit allen unerlaubten Mitteln vergeblich strebt. Aber v llig konnte auch er nicht die Beziehung des Traumes zur Zukunft verwerfen, denn nach Vollendung einer m hseligen bersetzungsarbeit erwies sich ihm der Traum als ein erf llt dargestellter Wunsch des Tr umers, und wer k nnte bestreiten, da W nsche sich vorwiegend der Zukunft zuzuwenden pflegen.