Das Opfersyndrom ist eine provokative und aufschlussreiche Untersuchung der osterreichischen Geschichte nach dem Ersten Weltkrieg. Sie zeigt, wie sehr der osterreichische Opfermythos auch die Geschichtsschreibung der Zwischenkriegszeit pragte. Historiker, Schulbucher und offentliche Medien betonten bei ihrer Untersuchung der Hyperinflation, der Volkerbundsaktion oder der Bankenkrise die Opferrolle Osterreichs. In Wirklichkeit aber waren Osterreichs Akteure aktiv und sehr erfolgreich an diesen wichtigen Kapiteln der eigenen Geschichte beteiligt. Durch eine grundliche Analyse der wirtschaftlichen und politischen Ereignisse fordert das Buch die Leserinnen und Leser auf, die eigene Geschichte kritisch zu hinterfragen. Ein unverzichtbares Werk fur alle, die sich kritisch und reflektiert mit der osterreichischen Geschichte und Nationalidentitat auseinandersetzen mochten.