In keiner literarischen Epoche wird der K nstler derart verg ttert wie im Sturm und Drang. Der literarische Geniekult erf hrt hier seinen H hepunkt: Der K nstler wird zum gottgleichen Sch pfergenius erhoben. Goethes K nstlerdramolette Des K nstlers Erdewallen" und K nstlers Apotheose" zeichnen jedoch ein anderes Tableau der Situation des K nstlers zu dieser Zeit. In vorliegender Arbeit soll vor dem Hintergrund der theoretischen Konzeption des K nstlers in der Geniezeit untersucht werden, welche Auswirkungen die Verg tterung des K nstlers auf das Leben desselben hatte und welche Konfliktpotenziale daraus entstanden.In diesem Sinne erfolgt zun chst eine Darstellung der Geniekonzeption im Sturm und Drang. Anhand des Kurzdramas Des K nstlers Erdewallen" soll im Anschluss daran die irdische Realit t des K nstlers untersucht werden. Auch wenn es sich hier zun chst um eine literarische Realit t' handelt, gelten K nstlerdramen durch ihr subjektives Moment als besonders geeignet, ein bestimmtes Zeitalter und den Standpunkt des K nstlers der Welt gegen ber abzubilden. Dem Aufbau als Stationendrama folgend schlie t die Arbeit mit der Analyse von K nstlers Apotheose," dem 1788 erschienenen Pendant zu Des K nstlers Erdewallen," in dem der K nstler aus der Jenseitsperspektive erscheint. Ziel der Arbeit ist es, textnah der Frage nachzugehen, inwiefern die Sakralisierung der Kunst sich auf das Leben des K nstlers ausgewirkt hat und ob die Erhebung des K nstlers zum Genie nicht vielmehr zu einem Konflikt zwischen Kunst und Leben gef hrt hat, dessen Tragik das soziale Umfeld des K nstlers nicht zu erkennen vermochte.