Anhand ausgewahlter englischer Romane wird in dieser Arbeit detailliert untersucht, welches Kunstlerbild in zeitgenossischen Romanen vorherrscht und inwiefern sich dieses Kunstlerbild von denen fruherer Epochen unterscheidet. Ein radikal veranderter Kunstbegriff und die Desavouierung des Subjektbegriffs durch den Poststrukturalismus sind in diesem Zusammenhang von zentraler Bedeutung. Diese beiden Aspekte pragen auch die Auseinandersetzung des zeitgenossischen Kunstlers mit der kunstlerischen Vergangenheit. Die Affirmation der Tradition, das Anerkennen der schopferischen Leistung namhafter Vorganger wie Shakespeare geht unmittelbar mit dem Eingestandnis der eigenen kunstlerischen Mediokritat einher. Das Kunstlerbild in den hier besprochenen Romanen ist gleichermaen das Portrat kunstlerischer Versagensangst und der Sehnsucht nach Genialitat.