Das Reich der franz sischen K nige im Hochmittelalter war bis in die Regierungszeit K nig Philipp II. Augustus (1165-1223) hinein vom politisch weitgehend eigenst ndig agierenden Adel gepr gt. Die faktische Regierungsgewalt der Kapetinger erstreckte sich in diesem Zeitraum allein ber die Krondom ne, w hrend gro e Regionen im S den und Nordwesten des Reiches au erhalb des k niglichen Wirkungsbereiches standen. Diese raumstrukturell nachteilhafte Ausgangsposition kennzeichnet den Charakter der Entwicklung des Westfrankenreichs zum Frankreich in Europa. Innerhalb dieser Entwicklung sind f r den Zeitraum des 11. bis 13. Jahrhunderts Prozesse zu beobachten, welche die politische Geltung der franz sischen K nige zuerst gegen ber dem konkurrierenden lokalen Adel, sodann gegen ber den f rstlichen Territorialgewalten und schlie lich gegen ber den europ ischen Nachbarreichen entscheidend st rkten. Im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen somit die herrschaftsstrukturell bedingten Interaktionen der franz sischen K nige im Beziehungsgef ge ihres Reiches und inmitten der europ ischen M chtekonstellationen, die diesen politischen Aufstieg vorbereitet hatten. Dabei wurde auf der Grundlage der kapetingischen K nigsurkunden versucht, die Konzeption franz sischer K nigsherrschaft in ihrer Bedingung und Entwicklung sowie in ihrem wesentlichen historischen Erfolgsmoment zu beschreiben.