Web 2.0 Communities haben in kurzester Zeit immense Mitgliederanstiege verbuchen konnen, weil die Internetnutzer hier in die Lage versetzt werden, ohne Zeitverzogerung miteinander zu kommunizieren und zu interagieren, um ihr Bedurfnis nach nach Kontaktpflege und Neugier zu befriedigen. Insbesondere die sozialen Netzwerke, wie z.B. Facebook, integrieren verschiedene Formen von sozialer Software und bieten den Nutzern die Moglichkeit, sich virtuell darzustellen und sich miteinander zu vernetzen. Dieser Erfolg zieht unweigerlich renditeorientierte Investoren an, die dieses Phanomen durch den vorhandenen Hype verstarkt als vielversprechende Investitionsmoglichkeit betrachten. Detaillierte Informationen uber das Nutzerverhalten und deren Sympathien, kombiniert mit intelligent programmierten Algorithmen scheinen die Ware des Web 2.0 zu sein, mit der sich Geld verdienen lasst. Bisher konnten diese hohen Renditeerwartungen aber nicht erfullt werden, da erste Erlose nach hohen Fixkosten fur Entwicklung und Netzaufbau erst nach einiger Zeit erzielt werden konnen. Zusatzlich werden weder potenzielle Erlosquellen voll ausgeschopft, noch wird nicht genug in innovative Technologien investiert, die die Kommunikation und die Nutzerbindung mit verschiedenen Methoden fordern konnen. Diese Untersuchung stellt an Hand eines Lebenszyklusmodells zuerst phasenabhagige Erfolgsfaktoren dar, bevor mit Hilfe eines Fragebogens nutzerseitige Motive und Zahlungsbereitschaften fur soziale Web 2.0 Communities analysiert werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Nutzer im Rahmen ihrer Kontaktpflege eine Vielzahl von technischen Features gebrauchen, personliche Daten bereitstellen wurden und eine grundsatzliche Zahlungsbereitschaft fur diese Dienstleistungen durchaus vorhanden ist. Die alleinige Konzentration auf Werbung reicht allerdings nicht aus, um ein nachhaltiges Geschaftsmodell zu entwerfen. Auch Werbung wird in diesem Zusammenhang eine maige Wirkung attestiert. Sinnvoller konnen diverse innovative Erlosmoglichkeiten, wie z.B. social commerce in das Portfolio mit einbezogen werden, um eine diversifiziertere Erlosstruktur zu bekommen und so von der Vielzahl an Kommunikationsmoglichkeiten auch monetar profitieren zu konnen.