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Warter, Bruder, neue Manner
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Warter, Bruder, neue Manner

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Die Krankenpflege ist heute kein reiner Frauenberuf mehr. Aber ist sie je ein solcher gewesen? Zwar waren Manner ab dem spateren 19. Jahrhundert eine Minderheit in der Pflege, aber niemals eine Ausnahmeerscheinung. Wie also kam es dazu, dass pflegende Manner als Normabweichung wahrgenommen wurden? Dieser Frage geht Christoph Schwamm nach. Lange Zeit dominierten in Deutschland Schwesternschaften und Mutterhauser die Kliniken, eine rigide Geschlechtertrennung zwischen mannlichen und weiblichen Pflegekraften war das Ergebnis. Dies anderte sich in Westdeutschland mit den gro en strukturellen Reformen um 1970, in der DDR hatte dieser Prozess bereits 20 Jahre zuvor begonnen. Ab diesem Zeitpunkt wurden Manner in der Pflege gemeinsam mit den Frauen ausgebildet, sie engagierten sich in den gleichen Berufsorganisationen, absolvierten die gleichen Fort- und Weiterbildungen und hatten grundsatzlich die gleichen Karrierechancen. Das Ziel war es, aus dem "e;Liebesdienst"e; einen modernen und geschlechtsneutralen Angestelltenberuf zu machen. Stattdessen wurden weibliche Pflegekrafte zunehmend sexualisiert, wahrend sich die pflegenden Manner von einer Selbstverstandlichkeit zur gesellschaftlichen Anomalie wandelten.
Undertitel
Mannliche Pflegekrafte in Deutschland ca. 1900-1980
ISBN
9783515127929
Språk
Tyska
Utgivningsdatum
4.12.2020
Tillgängliga elektroniska format
  • PDF - Adobe DRM
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