Gegenstand dieser metaethischen Abhandlung sind moralische Aussagen wie 'Das Klonen menschlicher Embryonen ist schlecht'. Der Verfasser pladiert fur einen reduktiven moderaten Moralischen Realismus. Ein Mora-lischer Realist legt sich in Ubereinstimmung mit verbreiteten Intuitionen u.a. darauf fest, dass moralische Aussagen wahrheitswertfahig sind und dass wir fur gewohnlich mit moralischen Aussagen Behauptungen aufstellen. Doch gibt es auch prima facie antirealistische Intuitionen wie z.B. die, dass mit moralischen Aussagen fur gewohnlich Gefuhle ausgedruckt werden oder etwas empfohlen bzw. vorgeschrieben wird. Der Verfasser formuliert drei Desiderata an metaethische Theorien, die darauf hinauslaufen, dass diejenige Theorie vorzuziehen ist, die im hochsten Grad relevanten metaethischen Intuitionen Rechnung zu tragen vermag. Um die Desiderata zu erfullen, verteidigt der Autor erstens die realistischen Intuitionen, erklart zweitens prima facie antirealistische Intuitionen und zeigt drittens, wie sich auf der Basis des moderaten Moralischen Realismus die scheinbare Inkompatibilitat zwischen realistischen und prima facie anti-realistischen Intuitionen auflost.