Aus dem vielseitigen und sehr umfangreichen Werk Carmen Sylvas (Konigin Elisabeth von Rumanien, geborene Prinzessin zu Wied, 1843-1916) haben vor allem ihre Marchen und Aphorismen sowie ihre Ubersetzungen zeitgenossischer rumanischer Dichter Anerkennung gefunden. Sie sind bis heute lesenswert und kulturgeschichtlich bedeutsam. Die politische, prodynastische Tendenz ihrer Werke dagegen wurde bisher kaum untersucht, obwohl die literarische Offentlichkeitsarbeit der Konigin wesentlich zur Wahrnehmung des 1881 gegrundeten Konigreichs Rumanien in Westeuropa beige tragen hat. Aus heutiger Sicht ist die schriftstellerische Tatigkeit Carmen Sylvas ein erfolgreiches Beispiel von Public Relations durch Storytelling in einer Zeit, als diese Begriffe noch gar nicht erfunden waren. Dieser Band enthalt eine erste ausfuhrlichere Studie uber das Bild des Konigs Carol I. von Rumanien in den veroffentlichten Werken von Carmen Sylva, den Reisebericht der Konigin "e;Rheintochters Donaufahrt"e; sowie ein Album mit zahlreichen Fotografien aus dem Furstlich Wiedischen Archiv. Diese Fotografien sandte Elisabeth an ihre Familienmitglieder in Neuwied, um ihnen Einblick in ihr Leben in der neuen Heimat zu gewahren.