Tradition des Schreins stehen. Auch weil sie mechanisch Bilder bewegen und eine symboltrachtige Schichtung von Auen- und Innenseite aufweisen, provozieren sie die Auseinandersetzung mit der ihnen eigenen Korper- und Ortlichkeit. Die medialen Eigenheiten werden im Moment ihrer Einbindung in die Bildaussage zu Kristallisationspunkten religios gepragter Bildtheorien - offizieller wie unausgesprochener. Auf der Suche nach Reflexionen uber die Medialitat des Bildtragers interpretiert Marius Rimmele ausgewahlte Triptychen und insbesondere die Vorgange des Offnens und Verschlieens vor dem Hintergrund religioser Praktiken und Theorien sowie theologischer Sprachbilder. Die gesammelten Beispiele einer deutlichen Semantisierung des Bildtragers als sinnbildliche Struktur, als heiliger Ort und als Spiegel der Bilder im Korper offenbaren damaliges Bilder-Wissen ebenso wie ein auf die materiellen Bilder gerichtetes Begehren.