Digitale Codes bleiben in der Regel der Wahrnehmung entzogen, doch in Installationen der zeitgenossischen Kunst ist der Status zwischen immateriellem Code und sichtbarer Erscheinung kunstlerisch reflektiert und ikonisch gewandelt. Die Studie zeigt dies entlang eines Dreischritts: Die Theorie des Codes legt zunachst die Begriffsgeschichte des Codes dar und verleiht einem facettenreichen Begriff Kontur, indem sie dessen Verwendung in verschiedenen Forschungsdisziplinen systematisch analysiert. Die sodann entwickelte Asthetik des Codes denkt Code, Bild und Erscheinung zusammen, legt den Fokus auf wahrnehmungsasthetische Fragestellungen und das transformative Potenzial des Codes. Im Zentrum einer Aisthesis des Codes stehen schlielich zeitgenossische Installationen, die sich durch generative Codierungsprozesse und codereflexive Verfahren auszeichnen. Detaillierte Analysen der installativen Arrangements zeigen auf, wie Code und Erscheinung in ein oszillierendes Wechselspiel versetzt werden.