In den 1960er Jahren schrieb ein Informatiker ein winziges, extrem simples Skript, das einen Psychotherapeuten simulieren sollte. Es spiegelte lediglich die Aussagen der Nutzer durch Gegenfragen wider. Doch dann passierte etwas Erschreckendes: Die Testpersonen begannen, der Maschine ihre intimsten Geheimnisse zu beichten. Dieses Phanomen, bekannt als der Eliza-Effekt, deckt eine massive Schwachstelle im menschlichen Verstand auf. Unser Gehirn ist evolutionar so stark auf soziale Interaktion programmiert, dass wir selbst den dummsten Algorithmen unbewusst Bewusstsein zuschreiben. Dieses Buch analysiert die tiefenpsychologische Gefahr unserer zunehmenden Abhangigkeit von kunstlicher Intelligenz. Es dekonstruiert die Mechanismen des Anthropomorphismus und zeigt, wie moderne Technologiekonzerne diese kognitive Tauschung nutzen, um kunstliche emotionale Abhangigkeiten zu erschaffen. Begreifen Sie, warum unser Verstand so verzweifelt nach menschlicher Verbindung sucht, dass er bereitwillig die leeren Echos von Maschinen als echte Zuneigung akzeptiert und welche Gefahren diese Schwache birgt.