Aufbruch und Stillstellung der Tragerinnen von kollektiven und privaten Befreiungsversuchen und Freiheitsbewegungen entlang den Katastrophen deutscher Geschichte zwischen 1910 und 1970 stehen im Zentrum von Dorst/Ehlers -Deutschen Stucken-. Die Studie skizziert die Genese einer modernen weiblichen Sonderanthropologie und verknupft die Typologie der verschiedenen Weiblichkeitsbilder der -Deutschen Stucke- mit den aus der Tradition begrundeten Stereotypen. Die einfuhlsamen Interpretationen basieren auf detailgenauen Textanalysen sowie aktuellen psychophilosophischen und sozialpolitischen Untersuchungen. Deutlich wird sowohl Dorst/Ehlers Kritik am illusionaren Charakter der Aufbruchversuche, als auch die Verbindung von selbstgeschaffener und fremdproduzierter Unfahigkeit der Frauenfiguren als Resultat familiarer und gesellschaftlicher Konventionalitat."