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Schwierige Justiz
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Schwierige Justiz

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Die Verbrechen an der italienischen Zivilbevolkerung wahrend der deutschen Besatzung 1943-1945 blieben jahrzehntelang ungesuhnt. Was waren die Grunde fur die langwierige juristische Aufarbeitung?Am Ende des Zweiten Weltkriegs blieb die juristische Verfolgung der Verbrechen, die wahrend der deutschen Besatzung an der italienischen Zivilbevolkerung begangen wurden, stark eingeschrankt. Nur in einigen wenigen spektakularen Fallen wurde tatsachlich ermittelt. Die Alliierten verzichteten weitgehend darauf, die deutschen Tater zur Rechenschaft zu ziehen, und auch die Italiener beendeten diese Phase der Strafverfolgung - von wenigen Verurteilungen abgesehen - schon bald. Erst 1994 kam erneut Bewegung in die juristische Aufarbeitung, als im Palazzo Cesi in Rom, dem Sitz der italienischen Militargeneralstaatsanwaltschaft, der sogenannte Schrank der Schande entdeckt wurde. Dort lagerten Hunderte von Gerichtsakten zu den zahlreichen zwischen 1943 und 1945 begangenen Kriegsverbrechen, die 1960 von der Militargeneralstaatsanwaltschaft illegal archiviert worden waren. Die Grunde fur die eingeschrankte, verzogerte und schlie lich verweigerte Gerechtigkeit lagen unter anderem in der Staatsrason, dem Schutz der italienischen Kriegsverbrecher und einer militarischen Kultur, die weder der Verteidigung der Zivilbevolkerung im Krieg Prioritat einraumte, noch bereit war, die Immunitat der Uniformierten infrage zu stellen.
Undertitel
Die Prozesse wegen deutscher Kriegsverbrechen in Italien 1943-2013
Översättare
Walter Kogler
ISBN
9783835388727
Språk
Tyska
Utgivningsdatum
2025-12-10
Tillgängliga elektroniska format
  • PDF - Adobe DRM
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