Die Autorin legt erstmals in einer editionsnahen Form die Protokolle vor, die fur ProselytInnen und RevertitInnen beim Eintritt ins Judentum angelegt wurden, nachdem das Interkonfessionelle Gesetz von 1868 den Juden in Osterreich die volle Gleichberechtigung brachte. Von nun an war ein Ubertritt von Christen und Konfessionslosen zum Judentum moglich und auch Konvertiten zum Christentum konnten zum Judentum zuruckkehren. Erforderlich war hierzu lediglich eine amtliche Austrittserklarung aus jener Religionsgemeinschaft, der man zuvor angehort hatte. Der Eintritt ins Judentum erfolgte jedoch nicht bei der politischen Behorde, sondern bei einer Kultusgemeinde, welche die Proselytenprotokolle anlegte. Erganzt werden die Protokolle durch eine Fulle weiterer Quellen, welche in nicht wenigen Fallen das Motiv der Liebe zu einem Mitglied der judischen Gemeinde offenlegen.