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Potentialorientierte Geldmengenpolitik
Spara

Potentialorientierte Geldmengenpolitik

Seit die Deutsche Bundesbank im Jahre 1974 zur potentialorientierten Geldmengen steuerung tibergegangen ist, hat es immer wieder Kritik an dies em Konzept gegeben. Politisch ist sie vor allem in Zeiten rezessiver Wirtschaftsentwicklung und turbulenter Ereignisse an den Devisenrnarkten unter Druck geraten. Aber auch von wissenschaftli cher Seite sind wiederholt Zweifel an der Sinnhaftigkeit einer Steuerung der Geldmen ge geauBert worden, vor allem angesichts der relativ breiten Geldmengendefinition, welche die Bundesbank von Anfang an ihrem Konzept zugrundegelegt hat. In jtingster Zeit ist dabei insbesondere die Frage in den Vordergrund getreten, ob die Bundesbank neben dem Geldmengenaggregat M3 nicht die Zinsstruktur als zusatzliche Variable in ihrer geldpolitischen Steuerung berticksichtigen soUte. Insbesondere in Zeiten einer inversen Zinsstruktur, in denen der Geldmarktzins den KapitaImarktzins tibersteigt, droht nach dieser Auffassung eine Orientierung allein an der Geldmenge M3 fehlzuleiten. So habe der von der Bundesbank Anfang der 90er Jahre betriebene geldpolitische Restriktionskurs dazu geflihrt, daB die AnIeger hoch verzinsliche Termingelder gegentiber der Geldkapitalbildung bevorzugten und damit zur Expansion der Geldmenge M3 beitrugen. Dieser stabilitatspolitisch an sich unbe denkliche Vorgang sei von der Bundesbank falschlicherweise zum AniaB genommen worden, ihren Restriktionskurs langer als notwendig beizubehalten. Bine explizite Be rticksichtigung der Zinsstruktur neb en der Geldmengenentwicklung batte diese nach Auffassung der Kritiker falsche Einscbatzung der monetaren Lage durch die Bundes bank verhindem konnen."
Undertitel
Die Zinsstruktur als geldpolitisches Problem
ISBN
9783824461585
Språk
Tyska
Vikt
310 gram
Utgivningsdatum
1995-04-13
Sidor
144