Gegenwartig etabliert sich in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften eine neue Denk- und Forschungsrichtung, die eine folgenreiche Blickverschiebung auf den Menschen, seine Stellung in der Welt, seine Selbstbeschreibung und seine Zentralstellung in den Wissenschaften propagiert. Bei aller Unterschiedlichkeit eint diese posthumanistischen Ansatze, dass sie eine humandezentrierende Perspektive einnehmen, etablierte dualistische Sichtweisen auf Natur und Kultur herausfordern und die Beziehungen zwischen Menschen und Nicht-Menschen neu denken. Der vorliegende Band mit theoretischen und empirischen Beitragen u.a. aus den Themenbereichen Anthropozan, Okologie, Robotik, Kunstliche Intelligenz und Kunst sondiert das Feld posthumanistischen Denkens, erortert den gegenwartigen Stand der Debatte und fragt kritisch nach Voraussetzungen, Potenzialen und Grenzen.