Welche literatur- und kulturwissenschaftlichen Voraussetzungen definieren die Moglichkeiten und Grenzen von (literarischer) Reprasentationen des Holocaust? Dieser Frage geht die Untersuchung auf der Grundlage von vergleichenden Analysen nach und stellt damit erstmals einen kulturwissenschaftlichen und poetologischen Rahmen zur Verfugung, in dem das Korpus von Holocaust-Texten situiert werden kann. Die Gegenuberstellung von Erzahltheorien der Moderne und Postmoderne mit poetologischen Reflexionen von u.a. Imre Kertesz und Jorge Semprun eroffnet die Moglichkeit einer Poetik, die den gewalttatig unterbrochenen Wirklichkeits- und Weltbezug mit Hilfe der Einbildungskraft in den erzahlenden und erzahlten Text einschreibt.