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Paketaktionäre, Macht und Unternehmenserfolg
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Paketaktionäre, Macht und Unternehmenserfolg

Die Forschung zum Einfluss der Untemehmensverfassung auf den Effizienzgrad einer Aktiengesellschaft erlebt seit zehn Jahren eine neue Bliite. Das hat zu einer Reihe von Untersuchungen zur Aktionarsstruktur gefiihrt. Erstaunlich wenig Aufmerksamkeit fand jedoch selbst in Europa die naheliegende Frage, ob mehrere GroBaktionare eine Verbessemng der Aktionarsstruktur gegeniiber nur einem Hauptaktionar darstellen. Eine Verbessemng scheint plausibel, weil sich gegenseitiges tJberwachen lohnen kann. Lohnen konnte sich aber auch die gemeinsame Ausbeutung der Streubesi- aktionare. Praktisch relevant wird die Frage nach Konspiration oder gegenseitiger tjberwachung natiirhch erst dann, wenn es Gesellschaften mit mehreren Gr- aktionaren gibt. Tatsachhch haben, wie man dank der neuen kapitalmarktrechthchen Meldepflichten weiB, knapp die Halfte der amthch notierten deutschen Akti- gesellschaften wenigstens zwei Aktionare mit einem Stimmenanteil von mindestens 5%. Die Arbeit von Sven Kehren setzt sich zum Ziel, die Interaktion von Paketaktionaren genauer zu untersuchen. Gegenstand ist der Zusammenhang zwischen Aktionars struktur, Machtverhaltnissen und Untemehmenserfolg. Weitere Paketaktionare, so die theoretische Literatur, konnen den Agency-Konflikt zwischen dem geschaftsfuhrenden Hauptaktionar und den iibrigen Aktionaren auf unterschiedhche Art und Weise Hndem: durch Uberwachungsanreize auBenstehender Paketaktionare, iiber die Verringerung des Machtpotentials des Hauptaktionars, den geringeren Fehlanreiz des hoheren Kapitalanteils bei gemeinsamer Geschaftsfiihrung oder wegen der Verhandlungsprobleme bei der Verteilung von Sondervorteilen."