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Die Totung von Menschen wird in vielen biblischen Texten thematisiert. Locus classicus ist das Totungsverbot im Dekalog (Ex 20,13; Dtn 5,17). Im Kontext von Krieg oder als Strafe fur schwerwiegende Verbrechen erschien die Totung eines Menschen fur die Verfasser der biblischen Texte wohl kaum problematisch. Gott selbst wird als jemand beschrieben, der das Toten von Personen anordnet und Menschen toten fur ihn. Manchmal ist es sogar Gott selbst, der totet. Andere biblische Aussagen und Traditionen sperren sich gegenuber dieser Sicht: Wurde der Mensch nicht nach dem Bild Gottes geschaffen (Gen 1,26-27; 9,6)? Die Gottahnlichkeit des Menschen impliziert das Verbot, einen Menschen zu toten. In diesem Kontext steht bekanntlich auch das 5. Gebot des Dekalog: Du sollst nicht toten! Die zentrale Frage des vorliegenden Bandes ist, ob und wie biblische und nicht-biblische Totungsverbote als Norm in der Antike funktionieren. Beitrage aus den Bereichen des altorientalischen und antiken Rechts, der Bibelwissenschaft, der alten Geschichte, des antiken Judentums und der fruhen Kirchengeschichte geben Einblicke in diese bis heute aktuelle Thematik. Fachkundige Experten behandeln das Totungsverbot, indem sie die zentralen Frage- und Problemstellungen, die sich in altorientalischer, patristischer und mittelalterlicher Zeit unterschiedlich darstellen, kritisch beleuchten und diskutieren.
Undertitel
The Prohibition of Killing in Ancient Religions and Cultures
ISBN
9783647552682
Språk
Engelska
Utgivningsdatum
2017-11-13
Tillgängliga elektroniska format
  • PDF - Adobe DRM
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