Wie sieht die Situation fur Manner nach dem Ersten Weltkrieg in der Weimarer Republik aus? Welche Moglichkeiten der Reprasentation von Mannlichkeit ergeben sich daraus? Anhand der Portratmalerei von Christian Schad, Anton Raderscheidt und Otto Dix geht es um Mannlichkeitsentwurfe der 1920er Jahre, deren Beziehung zum Bild der modernen Frau und ihrer medialen Reprasentation. Es werden die visuellen Strategien aufgezeigt, durch die sich moderne Mannlichkeit zur Zeit der Weimarer Republik wieder legitimieren und stabilisieren konnte. Die Arbeit leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur kulturwissenschaftlich orientierten Aufarbeitung der Kunst- und Geschlechtergeschichte der Weimarer Republik und beleuchtet den Anteil der neu-sachlichen Portratmalerei an der Konstruktion damaliger Geschlechterbilder.