Motivational Interviewing wurde vor mehr als 40 Jahren in Abgrenzung zur konfrontativen Behandlung alkoholabhangiger Klient:innen entwickelt. Seither wurde der Anwendungsbereich zunehmend erweitert (Psychiatrie, Psychotherapie, Soziale Arbeit, Humandienstleistungen etc.), die Ergebnisse zahlreicher Studien belegen den Nutzen. Die dynamische Weiterentwicklung von Theorie und Praxis veranlasste die Autoren zu mehreren Neuauflagen. Die 4. Auflage des Standardwerks fokussiert auf die Beschreibung zentraler therapeutischer Aufgaben (Aufbau einer tragfahigen Beziehung, Klarung wichtiger Anliegen etc.) und veranschaulicht deren Bewaltigung anhand zahlreicher Fallbeispiele. Neben den bereits eingefuhrten Gesprachstechniken (Affirmation, Reflective Listening etc.) werden Interventionen beschrieben, die darauf abzielen, die Motivation der Klient:innen zu wecken oder deren Selbstvertrauen zu starken. Die Neuauflage profitiert in vielerlei Hinsicht von den Weiterentwicklungen der vergangenen Jahre: Techniken und Interventionen sind elaborierter, die theoretische Begrundung ist koharenter, der Anwendungsbereich praziser definiert. Ethische Fragen und die Voraussetzungen einer kompetenten Anwendung nehmen breiten Raum ein.