Michelangelo gilt als Genie der Renaissance - doch hinter seinen Meisterwerken stand ein Mensch, der mit Papsten stritt, unter finanziellen Zwangen arbeitete und zeitlebens mit der Unvollkommenheit seiner Vision kampfte. Dieses Buch zeigt Michelangelo nicht als isoliertes Genie, sondern als Kunstler, der in einem komplexen Netz aus kirchlicher Patronage, politischen Umbruchen und familiaren Verpflichtungen agierte. Auf Basis seiner Briefe, Vertrage und Zeitzeugenberichte wird deutlich: Seine groten Werke entstanden nicht trotz, sondern durch die Spannungen zwischen kunstlerischem Anspruch und institutionellen Erwartungen. Von der Sixtinischen Kapelle bis zur unvollendeten Pieta Rondanini - das Buch verfolgt, wie Michelangelo Marmor, Fresko und Architektur nutzte, um mit den Grenzen des Machbaren zu ringen. Eine fundierte Annaherung an einen Kunstler, dessen Werk von inneren Konflikten ebenso gepragt wurde wie von auerer Groe.