Dieses Buch fuhrt durch drei urbane Brennpunkte der Neuzeit - Teheran, Mexiko Stadt und Kiew - und zeigt, wie diese Stadte immer wieder als Buhnen von Revolutionen, Massenprotesten und Kriegsereignissen wirkten. In Teheran flammten der Gestapo Dscheh Aufstand und die Islamische Revolution auf den Straen und Basaren der Hauptstadt auf, wahrend Mexiko Stadt Schauplatz von Studentenprotesten wie dem Tlatelolco Massaker, wirtschaftlichen Aufstanden und heute auch globalen Solidaritatsaktionen bleibt. Kiew markiert die Art und Weise, wie sich europaische Konflikte im Zentrum einer ehemaligen sowjetischen Hauptstadt entladen, vom Euromaidan bis hin zu den andauernden Kriegsszenarien der Gegenwart. Die Lekture verbindet Stadtgeschichte, Architektur und Alltagsgeschichten, um zu zeigen, wie Platze, Warenstrome, U-Bahn-Stationen und studentische Viertel in Zeiten des Widerstands und der Repression zu Symbolen und Verhandlungsobjekten politischer Macht werden. Der Leser erhalt ein dichtes, dokumentarisches Bild davon, wie Turbulenzen Stadte umpragen, ohne sie von ihrer Rolle als Zentren von Kultur, Wandel und Widerstand zu entleeren.