
Metaphysica Ludens
Das vorliegende Buch versucht, die Frage nach Ort und Bedeutung des Spiels in Heideggers Denken in neuer Weise zu stellen. Im Gegensatz zu bisherigen Interpretationsansätzen wird der Ursprung des Spielmotivs bereits in Heideggers Frühdenken aufgewiesen und vor dem Hintergrund seiner phänomenologischen Voraussetzungen entfaltet. Davon ausgehend, erscheint das "seinsgeschichtliche" Denken des mittleren Heidegger als ein Versuch, die Metaphysik gerade nicht abzustoßen, sondern sie in das Spiel der geschichtlichen Erscheinungsformen von Sein und Denken mit hineinzunehmen. Beim späten Heidegger ist das Spiel dann vor allem von seiner musikalischen, klanglichen Bedeutungskomponente her verstanden, in der die der Metaphysik eigene Dominanz des Visuellen implizit überwunden wird, ohne dabei die "Grund-sätze der Metaphysik als solche zu negieren.
Heideggers "Überwindung der Metaphysik" im Zeichen des Spiels erweist sich somit als das genaue Gegenteil einer programmatischen These oder gar einer ein für allemal feststehenden Doktrin; stellt sie doch den einmaliger Versuch dar, im Bewußtsein der unaufhebbarenBedeutung der abendländischen philosophischen Tradition dem Denken einen neuen Spielraum der Freiheit zu eröffnen.
- Undertitel
- Das Spiel als phänomenologische Grundfigur im Denken Martin Heideggers
- Författare
- Martina Roesner
- Upplaga
- 2003 ed.
- ISBN
- 9781402012341
- Språk
- Tyska
- Vikt
- 446 gram
- Utgivningsdatum
- 2003-05-31
- Sidor
- 330