Das narratologisch erfassbare Phanomen der Metanarration - eine Thematisierung/Reflexion des Erzahlens innerhalb eines narrativen Textes - ist seit der Antike ein weit verbreitetes, mittlerweile geradezu populares, inter- und transmediales Erzahlverfahren. Auerhalb des Erzahltextes ist Metanarration dennoch bislang wenig erforscht. Diese Studie (re-)organisiert Metanarration auf theoretisch-konzeptueller Ebene und legt die erste umfassende medienubergreifende Beschreibung vor. Sie prasentiert narratologische Beschreibungsparameter, die sich nicht nur auf primar sprachliche, sondern auch auf plurimediale Texte anwenden lassen und beschreibt das Phanomen in Bezug auf die intensionale Verbindung mit anderen Arten von Metaisierungen (Metafiktion, Metalepse etc.). Anhand variantenreicher Text-Beispiele aus den Medien Erzahltext, Drama, Film und Comic, die in exemplarischen Analysen angelegt sind, zeigt die Studie daruber hinaus, uber welche Extension Metanarration verfugt - und welche Relevanz das Erzahlverfahren in der heutigen Mediengesellschaft einnimmt.