Vorstellungen von Kunst als Domane des Schopferischen erlangen in der Neuzeit wachsenden Einfluss auf den Begriff der Arbeit. Zugleich aber positionieren die Kunste sich als Instanz der Okonomie-Kritik und erheben den Anspruch, Alternativen bereitzustellen zur burgerlich-kapitalistischen Arbeitswelt oder gar zu Arbeit uberhaupt.Die Beitrage des Bandes untersuchen im Spannungsfeld dieser Beziehung von Kunst und Arbeit Schnittstellen, Wechselwirkungen und Reibungen zwischen asthetischen, okonomischen und (bio)politischen Prozessen in ihren historischen Veranderungen. Das Spektrum reicht von der Entgrenzung der Kunst und ihrer Neuentdeckung des Lebens bis zur gegenwartigen Uberblendung von flexibilisierten Erwerbsbiografien und dem Ideal des freien, ungebundenen Kunstlers in einer postdisziplinaren Gesellschaft.