Das Buch widmet sich Phanomenen des Neuen, Anderen, Unklaren, Fremden und fremd Bleibenden, die sich schon seit der 'Krise der Moderne' den geisteswissenschaftlichen Disziplinen aufdrangen und die in der 'Postmoderne' nicht langer mehr als Rest- oder Randphanomene abgeschoben und entsorgt werden konnen. Es sind dies Phanomene der in der literarischen, sozialen, politischen, religiosen, kurz: kulturellen Kommunikation auftretenden, oft sich aufdrangenden und doch nur schwer zu begreifenden oder gar dingfest zu machenden Alteritat. Die kulturhermeneutische Ausrichtung der Forschungspublikation akzeptiert im Blick auf die Frage, wie kulturelle Kommunikation uberhaupt funktioniert, keine alten oder neuen Selbstverstandlichkeiten. Vielmehr bringt sie die in den verschiedenen Fachern - Literaturwissenschaften, Soziologie, Politische Wissenschaften, Religionswissenschaft, Theologie, Medienwissenschaft - mitgebrachten methodischen Potenziale, die als solche in keinem Fall unverandert bleiben kon nen, in ein experimentelles Gesprach. Dies nicht immer konfliktlose Gesprach hat es ermoglicht, eine phanomenologisch und semiotisch justierte Hermeneutik mit der Sprachanalyse, der Systemtheorie und der dekonstruktivistischen Diskursanalyse zu verbinden. Die in diesem Buch versammelten Beitrage beantworten je auf ihrem Feld die Frage, was Kulturhermeneutik ist, wenn sie 'im Zeichen von Differenz und Transdifferenz' betrieben wird.