In diesen warmherzigen Romanen der beliebten, erfolgreichen Sophienlust-Serie ist Denise uberall im Einsatz. Denise hat inzwischen aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle geformt, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreiprobe gestellt. Doch auf Denise ist Verlass. In der Reihe Sophienlust Extra werden die schonsten Romane dieser wundervollen Erfolgsserie veroffentlicht. Warmherzig, zu Tranen ruhrend erzahlt von der gro en Schriftstellerin Patricia Vandenberg. Am Morgen des ersten Schultages nach den Osterferien stand die Kochin Magda an dem gro en Herd in der hellen Kuche von Sophienlust und achtete darauf, dass die Milch fur den Fruhstuckskakao der Kinder nicht uberkochte. Der alte Justus, ehemaliger Verwalter des Gutes, sa auf der Bank unter einem Fenster, dessen Flugel weit offen standen, sodass die milde Fruhlingsluft ungehindert hereinstromen konnte. Sein Fruhstuck bestand aus einer gro en Tasse Milchkaffee, zwei saftigen Scheiben von dem schmackhaften Bauernschinken und kraftigem Brot. Magda wandte sich nach dem alten Mann um und musterte ihn nachdenklich. Justus war auch sonst nicht sehr gesprachig, aber so still wie an diesem Morgen war er nur dann, wenn ihn irgendein Problem beschaftigte. Jah erinnerte sich die Kochin an die Zeit, als Justus und sie sich stets in den Haaren gelegen hatten. Jetzt vertrugen sie sich recht gut und besprachen vieles miteinander. Er, das Stubenmadchen Lena und sie hatten noch bei der alten Sophie von Wellentin gedient und treu zu ihr gehalten. Jetzt dienten sie mit der gleichen Ergebenheit Denise von Schoenecker und deren Sohn Dominik, dem Erben von Sophienlust. Justus, fehlt dir was? , fragte Magda mitfuhlend. So schweigsam wie heute bist du selten. Plagt dich wieder einmal dein Zipperlein? Soll ich dir einen Tee kochen? Oje, jetzt ware die Milch beinahe doch noch ubergelaufen! , rief sie und zog schnell den Topf vom Feuer. Das Zipperlein lasst mich gottlob im Augenblick in Ruhe, dank deines Tees, Magda. Justus schob den Holzteller mit dem Schinken zuruck und legte den ledernen Tabakbeutel vor sich hin. Stort's dich, wenn ich rauche? , fragte er und zog bereits die Pfeife aus der Seitentasche seines Lodenrockes.