Die Untersuchung geht davon aus, dass die Vorstellung von Klopstock als dem "seraphischen Sanger" revisionsbedurftig ist. Es soll versucht werden, Aspekte eines komplexeren Bildes des jungen Klopstock zu entwickeln. Der Absolutheitsanspruch des Dichters und seines Werkes erfordert eine ganzheitliche Erorterung seiner kunstlerischen und realen Existenz. Das gilt besonders fur den Kampf des mittellosen Autors um materielle Unterstutzung, um die Wahrung seiner Freiheit und Authentizitat als Pensionar eines koniglichen Mazens. An verschiedenen Texten wird gezeigt, wie eindringlich und zugleich befreiend Klopstocks Sprachkunst auf die Menschen seiner Zeit gewirkt hat und wie sich daraus eine neue Auffassung vom Beruf des Dichters und vom Wesen seines Publikums entwickelt hat."