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Kirche, Magie und ›Aberglaube‹
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Kirche, Magie und ›Aberglaube‹

Magische und aberglaubische Vorstellungen und Praktiken der Menschen im Mittelalter haben immer wieder die Aufmerksamkeit verschiedener Disziplinen auf sich gezogen. Der kirchenrechtliche Diskurs uber superstitio wurde bislang jedoch nur unzureichend aufgearbeitet. Die vorliegende Publikation schliesst diese Lucke, indem sie Texte der klassischen Kanonistik vom Decretum Gratiani (um 1140) bis zum Liber Extra (1234) ins Zentrum einer detailreichen Analyse ruckt. Neben gedruckten werden insbesondere ungedruckte Quellen in ihren Entstehungskontext gestellt und thematisch ausgewertet. Schwerpunkte bilden dabei Damonenvorstellungen, die Wahrsagepraktik des Losens, der Glaube an Amulette sowie die Anwendung von Schadenzauber in geschlechtlichen Beziehungen. So wird deutlich, wie zunehmend romischrechtliche Konzepte in die von Augustinus ( 430) gepragte Superstitionenkritik der Kirche eingeflossen sind. Damit offnet sich der Blick auf die Verflechtung von Religion und Recht in der Kultur des lateinischen Mittelalters.
Undertitel
»Superstitio« in der Kanonistik des 12. und 13. Jahrhunderts
Upplaga
Aufl. ed.
ISBN
9783412203979
Språk
Tyska
Vikt
362 gram
Utgivningsdatum
2010-02-03
Sidor
533