Die Welt, in der wir leben, verandert sich rasend - gleichzeitig driften die Realitaten innerhalb einer Gesellschaft auseinander, nicht mal der einzelne Mensch lebt noch in einer koharenten Welt. Mit Scharfzungigkeit, aber auch viel Mitgefuhl fangt Dorota Maslowska genau dies ein, komisch und gleichzeitig todernst. Ihre Figuren - ein Macho-Banker auf Aufreitour, ein Werbefilmer im Koksrausch, ein angelnder Junge und eine Schwimmerin in Seenot, zwischen denen eine magische Verbindung entsteht, eine Frau, die in einem schabigen Hotel in totaler Selbstentbloung zu sich findet - leben in einer Welt voller Schein und Einsamkeit, und doch werden sie im Paradies zu tiefen Charakteren. Kaum jemand beschreibt die Gegenwart so wie Dorota Maslowska: Alles ist ganz nah und zugleich unerreichbar und zersplittert. Auf einzigartige Weise spurt sie kulturellen Mustern und Klischees nach, die eine kunstliche Welt erschaffen. Und zeigt diese Welt mit ihrer Sprache, erst schmerzhaft, dann trostend erkenntnisreich.