In Gerechtigkeit und ihr Umfeld stellt Anthony de Jasay eine Theorie der Gerechtigkeit in den Mittelpunkt, die sich aus Freiheiten und aus von Konventionen frei ubernommenen Rechten und Verpflichtungen ableitet. In dieser Theorie konnen nur ungerechte Handlungen Ungerechtigkeit erzeugen; im Gegensatz zu den Behauptungen derzeit vorherrschender Theoretiker der sozialen Gerechtigkeit"e; ist die Ungleichheit von Einkommen und Vermogen nicht ungerecht. Gerechtigkeit und ihr Umfeld enthalt eine Sammlung pointierter Aufsatze, die den Gerechtigkeitsbegriff neu definieren und die Grenze zwischen Gerechtigkeit und den damit verbundenen Themen, die in sie hineinragen und falschlicherweise mit ihr in Verbindung gebracht werden, aufzeigen. Gerechtigkeit und ihr Umfeld diskutiert konkurrierende Vorstellungen, die Gerechtigkeit als etwas anderes betrachten als Fairness, Gleichheit oder moralische Intuition. Es sind Themen, die die sich bei Diskussionen uber die Gerechtigkeit aufdrangen und die oft mit echter Gerechtigkeit verwechselt werden. Die Frage, ob staatliche Autoritat notwendig, zweckma ig oder beides nicht ist, und die Vorrangstellung von Konventionen und Vertragen gehoren zu den zentralen Fragen, die Anthony de Jasay aufwirft. Das Buch ist in funf Teile gegliedert: Der unnotige Staat, Umverteilung, Gerechtigkeit, Sozialismus und Freiheit. Anthony de Jasay bekraftigt Edmund Burkes Diktum Politik an sich ist der Missbrauch . Er bezeichnet dies als das Prinzipal-Agent-Problem. Daraus folgt die Maxime, dass die politische Sphare so klein wie moglich gehalten werden muss.