Die Debatte uber kirchliche Geldmittel ist emotional aufgeladen. Um sie zu versachlichen, werden Vor- und Nachteile verschiedener Finanzierungsmodelle von religiosen Gemeinschaften in internationaler Perspektive dargestellt. Ausgangspunkt bilden theologische Uberlegungen aus dem Talmud, der Bibel und dem Koran. Vertreter der drei monotheistischen Religionen nehmen Stellung zum Umgang mit Geld in ihren Heiligen Schriften und zu den Verpflichtungen, die sich aus dem Besitz von Vermogen ergeben. Die Darstellungen von verschiedenen Finanzierungsmoglichkeiten religiosen Handelns in unterschiedlichen Landern und Kulturen zeigen, dass die finanzielle Ausgestaltung vom historischen und gesellschaftlichen Kontext und dem Selbstverstandnis der jeweiligen Religionsgemeinschaft abhangig ist. Eine transparente Verwendung der Mittel erleichtert die Akzeptanz der vielfaltigen Finanzierungssysteme bei den Glaubigen.