Um zu vermeiden, soziale Integration nach Magabe eurozentrisch-assimilativer Narrative aufzufassen, ist die Konstitution sozialer Ordnung als eine performative Praxis leiblicher Verkorperung zu begreifen. Dann namlich hat man das Fremde zwischen uns anzuerkennen und zwar als die je individuelle Realitat des Leiblichen. Die Anerkennung der fremden und insofern unverfugbaren Realitat leiblichen Seins muss einer exklusionskritischen Politik sozialer Integration als ethische Richtschnur dienen. Dementsprechend erweitert die Performative Sozialphilosophie klassische diskurstheoretische Auffassungen des Performativen um eine leib-phanomenologische Dimension. Ferner erganzt sie die zeitgenossischen post-anthropologischen Konzeptionen des Sozialen um eine anthropologische Kritik. Schlielich gilt es die performative Verkorperung sozialer Ordnung vor dem Hintergrund der spezifischen Natur humaner Leiblichkeit zu verstehen.