Zwischen Propaganda und Integration: Eine unbekannte Seite der Geschichte der Einwanderung. Ist von den Gastarbeitern die Rede, kreisen die Gedanken um Themen wie das Leben in Baracken, die Blindheit der Auslanderpolitik oder die Herzlosigkeit der Massenanwerbung. Auerhalb dieser gangigen Opfergeschichte finden die vielschichtigen Geschehnisse der Arbeitsmigration in die Bundesrepublik der 1960er und 1970er Jahre kaum Beachtung. Das Buch rekonstruiert die brisante Geschichte der Rundfunksendungen und Zeitungen, die sich speziell an Einwanderer richteten. Sollten die fremdsprachigen Medien anfanglich die Arbeitsmigranten vor kommunistischen Einflussen schutzen, wurden sie bald zur Zielscheibe der autoritar regierten Herkunftslander. Obwohl auenpolitische Kontroversen fortwahrend auf ihnen lasteten, entwickelten sich aber die fremdsprachigen Medien vor allem zur sozialen Stutze im Alltag der Gastarbeiter .