Was hat es mit der Herkunft ihres Grossvaters aus Amsterdam auf sich? Warum ist er als Sechzehnjahriger nach seiner Tuberkulosekur in der Schweiz nicht mehr nach Hause zuruckgekehrt? Warum haben seine Kinder ihre hollandischen Verwandten nie kennengelernt?Die Autorin begibt sich auf Spurensuche, um Antworten zu finden. Als Kind hat sie sechs Briefe von ihm erhalten, die sie damals noch nicht lesen konnte. Nun schreibt sie ihrem langst verstorbenen Grossvater endlich zuruck. Sie besucht die Schauplatze seines Lebens, durchwuhlt Archive in Holland und in der Schweiz und begegnet dabei nicht nur unerwarteten Verbrechen und geheimen politischen Missionen, sondern auch den Folgen der schweizerischen Ausburgerungspolitik fur ihre Familie. Der postume Briefdialog mit ihrem Grossvater inspiriert die Autorin dazu, die Bruche in der Vaterlinie literarisch zu reparieren. Der Roman ist eine Hommage an die Liebe sowie an das Filterlose und Unberechenbare, das jenseits von Drill und schonem Schein liegt.