Der freundliche Ferdinand ist zu sanft fur die raue Welt um ihn herum. Auf einer Bank am Fluss trifft er Luise, und ehe er sich versieht, sind sie verlobt. Doch Ferdinand lebt ein prekares und unstetes Leben in den Trummern von Nachkriegsdeutschland. Leider lasst Luise sich davon nicht so leicht abschrecken. Um sie loszuwerden und sich so immerhin einer Verantwortlichkeit zu entledigen, versucht Ferdinand, einen neuen Brautigam fur Luise zu finden. Irmgard Keuns Portrat des jungen, weichherzigen Ferdinands gehort trotz aller Tragik wohl zu ihren humorvollsten und warmherzigsten Romanen. Ferdinand ist ein Mann unserer Tage, eine provisorische Existenz, wie wir es ja mehr oder weniger alle sind. [ ] Er zeigt, da sogar eine provisorische Existenz ihren Reiz haben kann. Irmgard Keun (1950)