Bevor es die Impfung gab, war der Sommer die Jahreszeit der Angst. Eltern lieen ihre Kinder nicht in Schwimmbader oder Kinos, aus Furcht vor dem Polio-Virus, das unsichtbar angriff und uber Nacht lahmen konnte. Fur Tausende von Kindern, deren Atemmuskulatur versagte, gab es nur eine Rettung: die Eiserne Lunge. Ein sargahnlicher Metallzylinder, der durch Unterdruck die Brust der Patienten anhob und senkte. "e;Der Eiserne Atem"e; erzahlt die beklemmende Geschichte dieser Epidemien in den 40er und 50er Jahren. Es dokumentiert das Leben in den "e;Polio-Stationen"e;, wo Kinder oft jahrelang nur uber Spiegel mit der Au enwelt kommunizierten. Im Zentrum steht das Schicksal von Menschen wie Paul Alexander, der uber 70 Jahre in der Maschine lebte und dennoch Anwalt wurde. Das Buch ist ein Denkmal fur die Ingenieurskunst, die Leben rettete, aber auch eine Mahnung an die Bedeutung von Impfungen. Es zeigt eine Zeit, in der eine einfache Maschine den Unterschied zwischen Ersticken und Weiterleben bedeutete, und wie der menschliche Geist selbst in einem Stahlkafig Freiheit finden kann.