Der ostdeutsche Komponist Lothar Voigtlander (*1943) steht im Spannungsfeld von Tradition und Moderne, Ost und West einzigartig da. Sowohl in seinen Werken wie auch in seinen verschiedenen Tatigkeiten vor und nach der politischen Wende 1989 gilt sein Bestreben einer Neuen Musik, die in vielfaltigem Wandel Uberdauerndes hervortreibt. Erstmals wird in diesem Sammelband das kompositorische Werk eines der bedeutenden Vertreter der zeitgenossischen ostdeutschen Moderne exemplarisch in Wort und Ton vorgestellt. In den Beitragen sowie den zwei beigelegten Audio-CDs offenbart sich eine vielschichtige Tonkunst, die im Wechsel des politischen und gesellschaftlichen Zeitgeschehens eine facettenreiche Geistigkeit und Autonomie zum Ausdruck bringt.