Diese Serie von der Erfolgsschriftstellerin Viola Maybach knupft an die bereits erschienenen Dr. Laurin-Romane von Patricia Vandenberg an. Die Familiengeschichte des Klinikchefs Dr. Leon Laurin tritt in eine neue Phase, die in die heutige moderne Lebenswelt passt. Da die vier Kinder der Familie Laurin langsam heranwachsen, mochte Dr. Laurins Frau, Dr. Antonia Laurin, endlich wieder als Kinderarztin arbeiten. Somit wird Antonia in der Privatklinik ihres Mannes eine Praxis als Kinderarztin aufmachen. Damit ist der Boden bereitet fur eine gro e, faszinierende Arztserie, die das Spektrum um den charismatischen Dr. Laurin entscheidend erweitert. Er war also tatsachlich gekommen! Bis noch vor einer Sekunde hatte sie daran gezweifelt, aber soeben hatte er den Saal betreten. Pia Bauer war so erleichtert, dass ihr beinahe die Knie weich wurden. Der erste Teil ihres Plans war aufgegangen, nun musste sie es nur noch schaffen, Oliver Kuhnecke auf sich aufmerksam zu machen. Er war kleiner, als sie nach den Fotos angenommen hatte, und er sah nicht eigentlich gut aus. Trotzdem hatten sich die Blicke aller Anwesenden bei seinem Eintreten sofort auf ihn gerichtet. Er hatte das, was man Ausstrahlung nannte. Sie war so stark, dass Pia sie spurte, obwohl sie recht weit von ihm entfernt stand. Sie fand diese Wirkung beunruhigend, wusste aber nun, dass sie auf der Hut sein musste. Sie ruhrte sich nicht, beschrankte sich zunachst einmal darauf, ihn und die Leute, die ihn umringten wie so hie es ja gelegentlich Motten das Licht, zu beobachten. Oliver Kuhnecke war ein schwerreicher Mann mit geschaftlichen Verbindungen in alle Welt. Er war im Immobilienhandel tatig, aber wohl nicht nur. Die Firmen, die ihm gehorten, waren vielfaltig miteinander verflochten ein wohl nicht nur fur Laien undurchschaubares Geflecht. Sie hatte sich bereits ziemlich eingehend mit ihm beschaftigt, und noch immer gab es Dinge, die sie uber ihn nicht wusste, aber gern gewusst hatte. Er war ohne jeden Zweifel ein Mann mit Einfluss, auch auf die Politik. Trotz seiner relativen Jugend sein vierzigster Geburtstag stand bevor hatte er es schon sehr weit gebracht. Ihm wurden sogar Verbindungen zum englischen Konigshaus nachgesagt. Bei den Reichen und Machtigen dieser Welt war er ein gern gesehener Gast. Die gelegentlichen Zweifel an ihm und seinen Geschaftspraktiken, von denen man in einigen kritischen Medien las und horte, schienen an ihm abzuperlen. Er zuckte, wenn er darauf angesprochen wurde, nur ein wenig mude mit den Schultern oder gab einige gleichmutige Bemerkungen von sich: ein Mann, der wusste, dass ihm niemand etwas anhaben konnte, weil er sich namlich nichts hatte zuschulden kommen lassen.