Susanne tröstet sich immer mit der Vorstellung vom Leben mit einemMann, mit dem sie nur kurz zusammen war. Ein unkompliziertes, einkonkretes Leben, mit Zeit für Liebkosungen, sie gehen zur Arbeit, habenKinder. Und es ist kein Verbrechen, von Familienfesten zu träumen …Doch diese Vorstellung mündet stets in ein schreckliches Schlussbild:Sie sieht sich selbst weinen angesichts all dieses Glücks, in dem es sogar keinen Zweifel gibt. Ein einziges Mal hatte sie zu ihmgesagt: »Kim, ich verlasse dich, ich weiß nicht, ob ich dich liebe.« –»Komm mir nicht mit deinen Klischees«, hatte er geantwortet, und daswar wohl auch der Grund, weshalb sie blieb.