Seit Beginn der COVID-19-Pandemie haben rein virtuelle Haupt- und Gesellschafterversammlungen eine neue Aktualitat erfahren. Der Autor zeigt auf, dass rein virtuelle Hauptversammlungen - vorbehaltlich der befristeten Manahmengesetzgebung - aktienrechtlich unzulassig sind. Er arbeitet den Mehrwert rein virtueller Hauptversammlungen heraus und setzt sich kritisch mit teilweise vorgebrachten Einwanden auseinander. Hierbei lasst er rechtsvergleichende Erwagungen einflieen. Im Ergebnis pladiert er fur die gesetzliche Zulassung der virtuellen Hauptversammlung im AktG und entwirft konkrete Gesetzesvorschlage. Zudem untersucht der Autor die rechtliche Zulassigkeit virtueller GmbH-Gesellschafterversammlungen. Er ordnet diese in die Systematik des GmbHG ein und schlagt Anpassungen des GmbHG vor.