Dass die Philosophie sich auf ihre Geschichte zu verstehen habe, ist ein Gemeinplatz. Wie aber diese Geschichte im Fragen und Deuten der Gegenwart zur Prasenz gebracht wird, ist ein philosophisches Problem ersten Rangs, dem sich Johann Kreuzer ebenso gewidmet hat wie der Frage, wie weit die Strange unseres gegenwartigen Denkens in die Vergangenheit zuruckreichen. Wie kann Erinnerung als Vergegenwartigung von Vergangenheit und Zukunft schopferisch gedacht werden? Die hier versammelten Beitrage greifen diese Fragen aus unterschiedlichsten, interdisziplinaren Perspektiven auf, um zu zeigen, welche Interferenzen, nicht hinreichend reflektierte oder auch verschuttete Voraussetzungen unsere Gegenwart pragen.