Die Arbeit setzt sich mit der Auffassung auseinander, da die fruhen Dramen Arthur Schnitzlers zum Epischen tendierten, weil ihnen ein deterministisches Weltbild zugrunde liege. Schnitzlers theoretische Auerungen, vor allem seine Aphorismen geben aber einen perspektivischen Schicksalsbegriff zu erkennen, der als eine Dialektik von Notwendigkeit und Moglichkeit Dramatik ermoglicht.Sofern die dramatische Bewegung an das Bewutsein der Gestalten gebunden ist, wird die psychologische Ebene der Dramentexte bedeutsam. Das Psychologische verweist auf eine gesellschaftliche oder historische Wirklichkeit, die auf es zuruckverweist. Indem das Milieu den Vorgang spiegelt, nimmt es an dessen Dynamik teil und wird zum dramatischen Bild. Und umgekehrt intensiviert es als dramatisches Bild die dramatische Struktur des Geschehens.Milieu und Geschehen, Bild und Struktur kommentieren sich gegenseitig. Die Einzelanalysen von vier ausgewahlten Dramen, des dreiaktigen Schauspiels Das Marchen, der Szenenreihe Reigen, des Einakters Paracelsus und des funfaktigen Schauspiels Der einsame Weg, zeigen, da ein Zusammenhang zwischen Bild und Struktur besteht und den dramatischen Stil dieser psychologischen Dramen hervorbringt.