Trotz rechtlicher Fortschritte bleibt effektiver Diskriminierungsschutz haufig luckenhaft - insbesondere dort, wo strukturelle Ungleichbehandlungen nicht durch individuell Betroffene gerichtlich geltend gemacht werden konnen. Diese Arbeit widmet sich der Frage, ob und wie ein Verbandsklagerecht im Antidiskriminierungsrecht zur Schlieung dieser Schutzlucke beitragen kann.Die Arbeit analysiert bestehende Klagemodelle in verschiedenen Rechtsbereichen - vom Verbraucher- uber das Wettbewerbs- bis hin zum Umweltrecht - und pruft, welche ihrer Strukturprinzipien sich fur eine Ubertragung auf das Antidiskriminierungsrecht eignen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Fallkonstellationen ohne individuelle Klageberechtigung, etwa diskriminierende Stellenanzeigen. Auf dieser Grundlage schlagt die Arbeit ein eigenstandiges Verbandsklagerecht vor, das Verbande befahigt, auch ohne individuelle Betroffenheit selbststandig Klage zu erheben, erganzt durch die Einfuhrung der Prozessstandschaftsbefugnis fur einzelfallbezogene Verbandsklagen.